Autor: Stefan Niggemeier

„Erinnert an den frühen Stockhausen und Boulez“: Beckmann re-rezensiert

Seit ich gestern über die merkwürdige Welle von ähnlich klingenden Jubel-Rezensenten zu Reinhold Beckmanns Platte auf Amazon geschrieben habe, sind ein paar Kritiken dazu gekommen. Einige davon sind in bester Tradition eines unterschätzten literarischen Genres verfasst: der, nun ja, grandios irren Amazon-Rezension. (Zählt das schon als Mem? Und gibt es dafür einen Namen?) Jedenfalls lesen…

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Wie auf Amazon plötzlich ganz viele Leute für Reinhold Beckmanns Musik schwärmten

Der Fernsehmoderator Reinhold Beckmann macht jetzt Musik, und sein Album „bei allem sowieso vielleicht“ ist so unerwartet fantastisch geworden, dass die Menschen beim Versandhändler Amazon eine mittelgroße La-Ola-Welle machen: „mehr als positiv überrascht“ (Michael Becker) „positiv überrascht“ (hortoo) „echt positiv überrascht“ (Godwin) „überraschend gut“ (Klinsi) „absolut positiv überrascht“ (Corina Schreiber) „lange nicht mehr so positiv…

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Unsere Öffis (1): Dokumentationenverstecken mit dem hr

Beim Hessischen Rundfunk wird sie noch gepflegt, die große Dokumentation in Spielfilmlänge. Gestern lief dort der preisgekrönte Film „Die Verführungskünstler“ von Johanna Bentz. Leider schauten nur 20.000 Zuschauer zu. Die Quote beim jungen Publikum lag unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze. Undankbares Pack. Gut, vielleicht war der Sendeplatz nicht ganz ideal. Die Dokumentation lief in der Nacht von…

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Gegen einen Notgroschen für besseres öffentlich-rechtliches Fernsehen

Morgen entscheiden die Ministerpräsidenten, was mit den überschüssigen Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag passieren soll. Nach der Umstellung auf die Haushaltsabgabe wurde viel mehr Geld eingenommen, als dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zusteht. Sechs Verbände von Schauspielern, Drehbuchautoren, Filmschaffenden und Produzenten haben heute einen Vorschlag gemacht: Rund 100 Millionen von dem zuviel eingenommenen Geld sollen ARD und ZDF…

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Journalismus 2014

Wörtliche Zitate aus der Berichterstattung von „Spiegel Online“ über den Prozess gegen Uli Hoeneß, der, soviel immerhin darf als gesichert gelten, am Montag begonnen hat. 10. März, 9:42 Wenn nichts dazwischenkommt, soll es am Donnerstag ein Urteil geben. 10. März, 14:47 Wenn nichts dazwischenkommt, soll es am Donnerstag ein Urteil geben. 10. März, 18:39 Wenn…

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Kurzer Prozess: „Zeit Online“ und der geschasste 150-Euro-Reporter

Unter den Artikeln, die der freie Journalist Moritz Gathmann für „Zeit Online“ über die Ukraine geschrieben hat, steht seit kurzem folgender Hinweis: Offenlegung: Der Autor arbeitet für die vom russischen Staat mitfinanzierte Zeitungsbeilage Russland heute. Dies entspricht nicht unseren Grundsätzen. Wir entschuldigen uns dafür. Testfrage: Wofür genau entschuldigt sich „Zeit Online“? Man würde annehmen, dass…

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Super-Symbolfoto (102)

Teile des deutschen Journalismus sind ja seit gestern damit beschäftigt, das Gesicht von Uli Hoeneß zu beschreiben und zu interpretieren. „Spiegel Online“ hat freundlicherweise sogar eine Bildergalerie gemacht, mit vier Fotos und vier Stellen aus dem Geständnis des FC-Bayern-Präsidenten. Und wenn man sich da so durchklickt … … ich glaube, beim vierten, da wirkt er…

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Büchner-Preisträgerin ekelt sich vor auf „abartigen Wegen“ gezeugten Halbmenschen

Die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff hat am vergangenen Sonntag in Dresden eine ungeheuerliche Rede gehalten, in der sie die künstliche Befruchtung verurteilte und sich voller „Abscheu“ über Kinder äußerte, die auf solch „abartigen Wegen“ entstanden sind: Sie seien „Halbwesen“, „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. Ungeheuerlich ist auch, was danach passierte: fast nichts.…

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