Autor: Stefan Niggemeier

Die toten Roma-Mädchen von Neapel

Es gibt Meldungen, die sind auf eine furchtbare Art perfekt. Die (falsche) Geschichte von dem Jungen, der in Sebnitz von rechtsradikalen Jugendlichen im Schwimmbad ertränkt wurde, war so eine. Sie ließ die beunruhigende Entwicklung neonazistischer Gewalt in Ostdeutschland mediengerecht in einen einzigen Fall kondensieren, der dazu noch die schlimmsten Befürchtungen übertraf, und taugte als Aufhänger…

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Kurz verlinkt (21)

Der Friseur merkt, wenn ein Amateur die Haare geschnitten hatte. Er wird nie anerkennen, wenn diese laienhafte Arbeit gut war. Er wird das finden, was er bei sich niemals finden würde. Viele werden es wohl nie verkraften, dass inzwischen der Laie auch die Fehler des vermeindlichen Meisters findet. Gregor Keuschnig findet spannende Parallelen zwischen dem…

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Indikativ Futur I

Die Botschaft, die die Casting-Shows im Fernsehen vermitteln, lautet: Du kannst alles erreichen, wenn Du nur fest genug dran glaubst. Selbst auf Anwälte scheint das schon auszustrahlen, wie der erfrischende Optimismus zeigt, den dieser Brief ausstrahlt, den ich gestern in meinem Briefkasten fand: Sehr geehrter Herr Niggemeier, (…) werden wir Anfang nächster Woche gegen Sie…

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Antwort 2917

… auf die Frage: „Wer glaubt denn schon, was in der ‚Bild‘-Zeitung steht?“ („Süddeutsche Zeitung“, Panorama-Seite, 23. Juli) [mit Dank an Stefan K.!]

Hademar Bankhofer, der Melissa-Mann (2)

Genau genommen ist Hademar Bankhofer natürlich nicht von Bloggern zu Fall gebracht worden, sondern von seiner eigenen Dusseligkeit. Der bloße Anschein, dass der Medizinjournalist den ein oder anderen Markennamen ein bisschen zu häufig genannt haben könnte, hätte vermutlich nicht dazu geführt, dass der WDR sich von seinem Gesundheitsexperten trennt, schon gar nicht so schnell. Aber…

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Hademar Bankhofer, der Melissa-Mann

Ich mag Professor* Hademar Bankhofer. Es hat immer so etwas beruhigendes und aufmunterndes, ihm zuzusehen, wenn er mit seinem freundlichen Lächeln, seinem weichen österreichischen Dialekt und seinen bunten Einstecktüchern im Fernsehen steht (und er steht ungefähr immer gerade irgendwo im Fernsehen) und mit einer ansteckenden Euphorie von Wasser, Körnern, Bewegung oder Kräutern schwärmt. Okay, das…

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Gruppenfoto mit Waldi (Name geändert)

Dass das Anonymisieren von Menschen, die nicht erkannt werden sollen, keine lästige Pflicht sein muss, der man sich widerwillig und halbherzig erentledigt, beweist heute die „Sun“, die dafür gesorgt hat, dass kein Mitglied der Spezialeinheit der Armee, die sie auf einem Foto zeigt, zu identifizieren ist. Und das gilt für wirklich jedes Mitglied. [via Jörg-Olaf,…

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Kein Grund zur Beruhigung

Ob die Menschen, die gerne behaupten, dass noch nie ein Medium ein anderes ersetzt habe, diese Zahlen kennen? Die Forscher von Allensbach haben noch mehr Zahlenreihen von ähnlicher Brisanz. Sie zeigen zum Beispiel, dass Zeitunglesen keine Altersfrage, sondern eine Generationenfrage ist — anders gesagt: Wer mit 20 keine Zeitung liest, tut es auch mit 30…

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Ersatzlektüri2

Vorgestern Abend war dieser BILDblog-Eintrag der meistgeklickte Link bei turi2. Das ist eine feine Sache, denn turi2 ist ein Internetangebot, das nach Angaben von turi2 „werktäglich von 4.000 – 5.000 Medienmachern besucht“ wird (genau genommen von Medienmachenlassern, denn turi2 sagt, es handele sich bei diesen Menschen um „Vorstände, Geschäftsführer, Verleger, Chefredakteure, Programmchefs, Online-Chefs, Marketingleiter“). Zweimal…

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