Wie sehr muss man seine Leser verachten, um — wie „Welt Online“ — eine Statistik über das Einkommen von 170 Berufsgruppen [pdf] tatsächlich auf 170 einzelne Seiten zu verteilen? etc.
Medienjournalist
Wie sehr muss man seine Leser verachten, um — wie „Welt Online“ — eine Statistik über das Einkommen von 170 Berufsgruppen [pdf] tatsächlich auf 170 einzelne Seiten zu verteilen? etc.
… auf die Frage: „Wer glaubt denn schon, was in der ‚Bild‘-Zeitung steht?“ („Süddeutsche Zeitung“, Panorama-Seite, 23. Juli) [mit Dank an Stefan K.!]
Genau genommen ist Hademar Bankhofer natürlich nicht von Bloggern zu Fall gebracht worden, sondern von seiner eigenen Dusseligkeit. Der bloße Anschein, dass der Medizinjournalist den ein oder anderen Markennamen ein bisschen zu häufig genannt haben könnte, hätte vermutlich nicht dazu geführt, dass der WDR sich von seinem Gesundheitsexperten trennt, schon gar nicht so schnell. Aber…
Ich mag Professor* Hademar Bankhofer. Es hat immer so etwas beruhigendes und aufmunterndes, ihm zuzusehen, wenn er mit seinem freundlichen Lächeln, seinem weichen österreichischen Dialekt und seinen bunten Einstecktüchern im Fernsehen steht (und er steht ungefähr immer gerade irgendwo im Fernsehen) und mit einer ansteckenden Euphorie von Wasser, Körnern, Bewegung oder Kräutern schwärmt. Okay, das…
Dass das Anonymisieren von Menschen, die nicht erkannt werden sollen, keine lästige Pflicht sein muss, der man sich widerwillig und halbherzig erentledigt, beweist heute die „Sun“, die dafür gesorgt hat, dass kein Mitglied der Spezialeinheit der Armee, die sie auf einem Foto zeigt, zu identifizieren ist. Und das gilt für wirklich jedes Mitglied. [via Jörg-Olaf,…
Ob die Menschen, die gerne behaupten, dass noch nie ein Medium ein anderes ersetzt habe, diese Zahlen kennen? Die Forscher von Allensbach haben noch mehr Zahlenreihen von ähnlicher Brisanz. Sie zeigen zum Beispiel, dass Zeitunglesen keine Altersfrage, sondern eine Generationenfrage ist — anders gesagt: Wer mit 20 keine Zeitung liest, tut es auch mit 30…
Vorgestern Abend war dieser BILDblog-Eintrag der meistgeklickte Link bei turi2. Das ist eine feine Sache, denn turi2 ist ein Internetangebot, das nach Angaben von turi2 „werktäglich von 4.000 – 5.000 Medienmachern besucht“ wird (genau genommen von Medienmachenlassern, denn turi2 sagt, es handele sich bei diesen Menschen um „Vorstände, Geschäftsführer, Verleger, Chefredakteure, Programmchefs, Online-Chefs, Marketingleiter“). Zweimal…
Die „Gesellschaft für rationelle Psychologie“ (GRP), die regelmäßig zweifelhafte „Studien“ anfertigt, deren „Ergebnisse“ (Erfurter nehmen sich 13 Minuten Zeit für Sex, Berliner nur neun / zwei Drittel der Grünen-Wähler finden kleine Brüste attraktiv / in Hamburg leben die größten Männer / Kölnerinnen haben am ehesten beim ersten Mal Sex) von Medien wie Nachrichten behandelt werden,…
Vermutlich muss man sich ernstlich Sorgen machen um eine Gesellschaft und eine Medienwelt, in der Komiker und Satiriker nicht nur ungefähr die einzigen sind, die noch die Wahrheit sagen, sondern auch die einzigen, die überhaupt erkennen, worum es geht bei einer Diskussion. Andererseits: In Deutschland wüsste ich nicht einmal, wer diese Komiker und Satiriker wären.…
Die Kollegen von taz.de haben sich von diesem Artikel von mir (oder, genau genommen, von einem Leserkommentar unter diesem „Welt Online“-Text) zu einer Bildergalerie inspirieren lassen:
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