Schlagwort: Spiegel Online

Die Seelen-Verkäufer von „Spiegel Online“

Der „Spiegel“ berichtet in seinem aktuellen Heft über den Trend zu native advertising: Werbung, die gestaltet wird wie ein redaktioneller Artikel und nur durch einen — mehr oder weniger deutlichen — Hinweis als Anzeige gekennzeichnet ist. Das Stück referiert die aktuellen Diskussionen in den Vereinigten Staaten und Deutschland und zeigt, wie heikel solche Formen für…

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Journalismus 2014

Wörtliche Zitate aus der Berichterstattung von „Spiegel Online“ über den Prozess gegen Uli Hoeneß, der, soviel immerhin darf als gesichert gelten, am Montag begonnen hat. 10. März, 9:42 Wenn nichts dazwischenkommt, soll es am Donnerstag ein Urteil geben. 10. März, 14:47 Wenn nichts dazwischenkommt, soll es am Donnerstag ein Urteil geben. 10. März, 18:39 Wenn…

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Super-Symbolfoto (102)

Teile des deutschen Journalismus sind ja seit gestern damit beschäftigt, das Gesicht von Uli Hoeneß zu beschreiben und zu interpretieren. „Spiegel Online“ hat freundlicherweise sogar eine Bildergalerie gemacht, mit vier Fotos und vier Stellen aus dem Geständnis des FC-Bayern-Präsidenten. Und wenn man sich da so durchklickt … … ich glaube, beim vierten, da wirkt er…

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Noch Fragen?

Kann jemand den Leuten von „Spiegel Online“ die Drogen wegnehmen? Oder wiedergeben? Kann da wenigstens mal jemand in der Redaktion vorbeifahren und die Latten am Zaun zählen? Wie verzweifelt muss man sein, eine Artikelattrappe mit Fragen zum Coming-Out von Thomas Hitzlsperger zu veröffentlichen, ohne über die Antworten nachgedacht zu haben oder wenigstens über die Fragen?…

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Corinna Schumachers Bitte um Ruhe und die grenzenlose Ungemeintheit der Medien

Der „Spiegeltest“ ist bekanntlich ein psychologisches Experiment, mit dem die Selbstwahrnehmung von Menschen oder Tieren untersucht wird. Man konfrontiert ein Lebewesen mit seinem Spiegelbild und sucht nach Anzeichen, dass es sich selbst erkennt. Orang-Utans, Schimpansen und zweijährige Kleinkinder bestehen den Test in der Regel; Katzen, Hunde und Journalisten scheitern an ihm. Am Dienstagvormittag hat die…

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Wie Google-Optimierung den Journalismus verändert

Die Axel Springer AG, die die „Berliner Morgenpost“ herausgibt, ist zwar eigentlich dagegen, journalistische Inhalte zu verschenken. Aber wenn sie schon journalistische Inhalte verschenkt, dann tut sie das wenigstens mit der Zurückhaltung einer siebzehnköpfigen Autofensterputzerbande am Kottbusser Tor. Die Axel Springer AG, die die „Berliner Morgenpost“ herausgibt, findet es zwar eigentlich unzulässig, dass die Firma…

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Ekelhaft

Vermutlich werde ich es bereuen, Julia Schramm zu verteidigen, aber bei einer Frau, die so viele tatsächliche Angriffspunkte für Kritik bietet, erscheint es mir besonders abwegig, sie noch für Dinge zu beschimpfen, die sie gar nicht getan hat. Die Piraten-Politikerin Julia Schramm hat ein Buch geschrieben, angeblich für ein gutes Honorar. Jemand hat das Buch…

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Gewerbliche Kopisten

Was macht man als führendes deutsches Online-Medium, wenn die Konkurrenz eine interessante Exklusivmeldung hat? Man könnte den nachrichtlichen Kern nehmen, drumherum ein paar eigene Sätze formulieren und womöglich gar zur Ursprungsquelle verlinken. Aber das ist mühsam und zeitaufwendig, besonders lästig kurz vorm Wochenende. Ungleich einfacher ist es, den Original-Text, strg+c, strg+v, ins eigene Content-Management-System zu…

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Wulffs „400 Fragen, 400 Antworten“

Der „Tagesspiegel“ war sichtlich stolz auf seine Exklusiv-Meldung. Online hob er sie mit einem gelben Textmarker-Hinweis hervor; gedruckt brachte er sie ganz oben auf Seite 1. Sie lautete: Wulffs Anwalt: Antworten bleiben geheim Berlin – Bundespräsident Christian Wulff verweigert die Herausgabe von Fragen und Antworten zu seiner Affäre. Dies teilte sein Anwalt Gernot Lehr, der…

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Perpetuum Mobile

Am vergangenen Montag, 2. Januar, berichtete „Spiegel Online“ exklusiv: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE telefonierte Wulff auch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Springer AG, Mathias Döpfner, um diesen zu bitten, bei Diekmann Einfluss zu nehmen. Doch der Konzernchef, in dessen Haus die „Bild“ erscheint, soll ihm in knapper Form beschieden haben, sich nicht in die Belange…

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