Autor: Stefan Niggemeier

Super-Symbolfoto (61)

Und dann gibt es da noch die Symbolfotos, denen man ihre Symbolhaftigkeit gar nicht ansieht. Die Tourismus-Seite der Stadt Hamburg bebildert ihre Tipps für Menschen mit Behinderung mit dem halbromantischen Foto eines Rollstuhlfahrers vor dem neuen „Dockland“-Gebäude. Das ist entweder eine ziemliche unglückliche Wahl. Oder die wahre, versteckte Botschaft des Fotos steckt in der Tatsache,…

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Frauenschlächtereinkaufslistenklickstrecke

Es ist ja nicht alles schlecht an so einem Mord. Gut an der Art, wie ein Mann in Füssen seine Freundin umgebracht und zerstückelt haben soll, war zum Beispiel, dass er sich das Werkzeug dafür im örtlichen „V-Markt“ gekauft hat und damit dem Online-Angebot des Kölner „Express“ folgende attraktive Bonus-Content-Möglichkeit eröffnete: Bonusfrage: Was ist ein…

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Eine Zeitung sagt Sorry!

Der „Evening Standard“, die einzige kostenpflichtige Londoner Lokalzeitung, hat seit Anfang des Jahres einen neuen Besitzer: den russischen Milliardär Alexander Lebedew. Der engagierte einen neuen Chefredakteur, der erst einmal eine Marktforschung über das Blatt in Auftrag gab. Das Ergebnis war wohl einigermaßen verheerend, und so entschloss sich das Blatt zu einer einzigartigen Werbekampagne, in der…

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Schöner sterben mit dem „SZ-Magazin“

Das „Süddeutsche Zeitung Magazin“ hat ein Themenheft über die „größte Sinnkrise der klassischen Medien“ produziert, meint mit „klassischen Medien“ aber, wie sich herausstellt, nur die Zeitung. Als vertrauensbildende Maßnahme haben die Kollegen nun die komplette, morgen erscheinende Ausgabe namens „Wozu Zeitung?“ online gestellt (und verlosen sogar 1 Jahresabo der „Süddeutschen Zeitung“ an einen Nicht-Zeitungs-Leser unter…

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Twitter macht Journalisten stumm

Vor zwei Wochen ging die Falschmeldung um die Welt, amerikanische Wissenschaftler hätten herausgefunden, dass Facebook und Twitter ihre Nutzer unmoralisch machen. In Wahrheit behauptete die Studie nichts dergleichen; soziale Netzwerke waren nicht einmal ihr Thema. Wir berichteten auf BILDblog. Doch die fast systematische Verbreitung solchen Unsinns ist nur die halbe Geschichte. Die andere ist die,…

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Susanne Gaschkes Himmel & Hölle

Vielleicht haben Sie neulich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ oder auf FAZ.net das Pamphlet „Die Netzanbeter“ von Susanne Gaschke gelesen, in dem sie schreibt: Seine Anhänger sehen das Netz als gesellschaftsverändernde Kraft. In der vollendeten Netzgesellschaft, von der sie träumen, sind alle gleich, gut, hilfsbereit und zugewandt. Von einer „himmlischen Stadt“ schwärmt ein Netzprophet, und…

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Das Zeitungs-Präteritum II

„Futur II“ nennt der Linguist die Verbform, die anzeigt, dass in der Zukunft etwas Vergangenheit ist („er wird gelesen haben“). Zeitungsjournalisten kennen noch Aufregenderes: Formulierungen, die anzeigen, dass in der Vergangenheit etwas Zukunft ist. Das ist für ein Medium, bei dem Produktion und Rezeption relativ weit auseinanderliegen, gelegentlich notwendig, um über Dinge zu schreiben, die…

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Katja Burkard

Die eine Möglichkeit ist, dass Katja Burkard irgendein dunkles Geheimnis über RTL kennt, das niemals an die Öffentlichkeit kommen darf und mit dem sie die Verantwortlichen erpresst. Es wäre eine vergleichsweise plausible Erklärung, warum sie seit dreihundert Jahren das Mittagsmagazin „Punkt 12“ moderieren darf. Sie steht als eine Art Rauschgoldengelroboter in der Kulisse einer Nachrichtensendung…

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