Schlagwort: Stern

Wie Hans-Ulrich Jörges in eigener Sache gegen die EU wettert

Hans-Ulrich Jörges hält einen „Regimewechsel“ in Brüssel für überfällig. In seinem „Zwischenruf aus Berlin“ macht das Mitglied der „Stern“-Chefredaktion eine „Wende zur Entspannung“ in Europa aus; die Europawahl sei „Auftakt eines tief greifenden Wandels auf dem Kontinent“. Dieser olle Barroso zum Beispiel sei nach zehn Jahren als Kommissionspräsident „politisch verschlissen“: Mit dem Parlament war der…

Weiterlesen

Die Realität lässt sich die Zukunft nicht vom „Stern“ vorschreiben

Beim „Stern“ hatten sie diese Woche eine originelle Idee. Die Titelgeschichte beschreibt, was in den 48 Stunden vor der Schließung der Wahllokale passieren wird. Wobei, das trifft’s nicht. Genau genommen beschreibt die Titelgeschichte, was in den 48 Stunden vor der Schließung der Wahllokale passiert ist. Der am Donnerstag erschienene Text ist nämlich nicht als Vorschau…

Weiterlesen

Die unglaubliche Titelstory mit einem verrückten Flugzeug

— ein Gastbeitrag von Andreas Spaeth — Letzte Woche kam ich an einem Kiosk vorbei und war irritiert, als ich das Titelbild des aktuellen „Stern“-Magazins sah: Eine namenlose, aber anhand der 1974 eingeführten Bemalung eindeutig als TWA identifizierbare Boeing 747-100 mit nur drei Fenstern pro Seite im Oberdeck schwebt über Photoshop-generiertem Abendhimmel. „Eingecheckt und abgezockt“…

Weiterlesen

Bräsig und verlogen: Die Tricks des „Stern“

Eigentlich wollte ich mich nur ein bisschen über die „Stern“-Titelgeschichte von vergangener Woche mokieren und die Frage stellen, ob sie darauf hindeutet, dass die Illustrierte sich aufgegeben hat — oder doch nur ihre Leser. Die Zeitschrift, die in den vergangenen Monaten deutlich Abo- und Kiosk-Käufern verloren hat, machte mit einer beschlagenen Brille und der Schlagzeile…

Weiterlesen

Lichtgestalten, die uns mit Prothesen wärmen: Der „Stern“ malt sich den Fall Pistorius aus

Mein vorläufiger Lieblingssatz des Jahres stand vergangene Woche im „Stern“ und lautet so: Eine überraschende Wendung scheint bislang nicht in Sicht. Der Satz hat nicht nur dieses irre innere Flirren — denn wenn es überhaupt etwas gibt, das man mit Sicherheit von überraschenden Wendungen sagen kann, dann doch, dass sie sich nicht vorher ankündigen. Der…

Weiterlesen

Der „Stern“ glaubt, ein Monopol auf Fakten zu haben

Der „Stern“ glaubt, er besitze das „Urheberrecht“ an den Ergebnissen seiner Recherche. Er irrt. Die Hamburger Illustrierte hat eine einstweilige Verfügung gegen die FDP erwirkt. Die Partei hatte einen Fragenkatalog, den ihr der „Stern“ über zweifelhafte Geschäfte von FDP-Tochterfirmen zugeschickt hatte, samt Antworten online veröffentlicht. Der „Stern“ sieht sich dadurch in seiner Existenz bedroht. Sein…

Weiterlesen

Armselig

Man verzweifelt ja häufig am Publikum. Weil es einem so qualitätsverachtend erscheint, so rätselhaft und unverständlich in seinen Konsumentscheidungen. Aber nicht immer. In den vergangenen eineinhalb Jahren haben sich nur zwei Hefte des „Stern“ am Kiosk so schlecht verkauft wie die Ausgabe 46/2011. Das erleichtert mich sehr. Ich weiß noch, wie ich im Supermarkt vor…

Weiterlesen

„Es sei denn, es kommt noch etwas hoch“

Was gestern mit Dominique Strauss-Kahn passiert ist, hätte eigentlich gar nicht passieren dürfen. Der „Stern“ hatte es in seiner erst einen Tag zuvor erschienenen Ausgabe quasi ausdrücklich ausgeschlossen, dass das passieren könnte: dass die Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens, die den ehemaligen IWF-Chef der Vergewaltigung beschuldigt, erschüttert würde. Nafissatou Diallo, das Zimmermädchen, sei eine Frau, „die kleine…

Weiterlesen

stern.de: Anatomie einer Attrappe (2)

„Ein Stadtplan auf dem Rücken“ betitelt stern.de den Bericht, dass sich Xavier Naidoo keinen Stadtplan auf seinen Rücken tätowieren lassen will, aber das ist nicht das Merkwürdigste daran. Über dem Artikel steht das Datum „17. Mai 2011“, aber im Text heißt es: Wenn [Naidoo] am 7. Dezember mit seiner neuen Single „Was wir alleine nicht…

Weiterlesen