Autor: Stefan Niggemeier

Eine Vorzeigejournalistin

Kuno Haberbusch: Im Rückblick: Das ist kein Ruhmesblatt für unsere Branche generell, die Kachelmann-Berichterstattung, oder? Sabine Rückert, „Die Zeit“: Ich bin mit meiner sehr zufrieden. (Dialog auf der Jahrestagung des „Netzwerkes Recherche“ am vergangenen Freitag; irreführende Links von mir.)

DSK: „Spiegel“ beklagt Vorverurteilung

Ullrich Fichtner und Mathieu von Rohr schreiben im neuen „Spiegel“ über die neuen Entwicklungen im Fall Dominique Strauss-Kahn: Der Mann, der wochenlang zum Sexverbrecher gemacht wurde, ohne dass er schuldig gesprochen war, erschien am Freitag schon fast wieder rehabilitiert. (…) Die Frage ist nun, was für die Öffentlichkeit schwerer wiegt: die unappetitlichen Details aus dem…

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„Es sei denn, es kommt noch etwas hoch“

Was gestern mit Dominique Strauss-Kahn passiert ist, hätte eigentlich gar nicht passieren dürfen. Der „Stern“ hatte es in seiner erst einen Tag zuvor erschienenen Ausgabe quasi ausdrücklich ausgeschlossen, dass das passieren könnte: dass die Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens, die den ehemaligen IWF-Chef der Vergewaltigung beschuldigt, erschüttert würde. Nafissatou Diallo, das Zimmermädchen, sei eine Frau, „die kleine…

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Ein Abschiedsgericht für Barbara Salesch

Das war eine der erstaunlichsten Erfahrungen, als Michael Reufsteck und ich damals versuchten, für unser „Fernsehlexikon“ herauszufinden, was eigentlich die letzten zehn, dreißig, fünfzig Jahre im Fernsehen gelaufen ist: Die Sender selbst wissen es auch nicht. Beim NDR hat mich ein Kollege in weit abgelegene Räume geführt, wo Unmengen bestenfalls viertelsortierter Programmablaufpläne und Presseausschnitte vor…

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„Die aktuelle“-Bingo (1)

Zur Überbrückung der Zeit bis zur Veröffentlichung eines Eintrags mit wenigstens rudimentärer Rest-Relevanz spielen wir das beliebte „Die aktuelle“-Bingo. Aufgabe ist es zu erraten: Welcher wahre Sachverhalt verbirgt sich hinter der Quatsch-Schlagzeile auf dem Titel der Qualitätszeitschrift aus dem Haus der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Konkret: Worin besteht der „geheime Plan“? Wozu sagt Günther Jauch bestimmt…

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Döpfners rote Linie

Es ist weniger ein Interview, das die „Süddeutsche Zeitung“ mit Mathias Döpfner geführt hat, als eine Möglichkeit für ihn, ausführlich und ungestört durch kritische Nachfragen die eigene Position darzustellen. Das ist vielleicht kein Zufall, denn die „Süddeutsche Zeitung“ klagt mit der Axel-Springer-AG, deren Vorstandsvorsitzender Döpfner ist, (und anderen Verlagen, darunter auch dem der FAZ, für…

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Fahndungsaufruf: Gesucht wird… die Logik im „Polizeiruf 110“

Kann mir bitte jemand erklären, was da heute im „Polizeiruf“ passiert ist? Entweder liegt es an mir – ich bin durchaus häufiger in irgendwelchen privaten oder semiberuflichen Runden derjenige, der als einziger die entscheidende Verbindung zwischen Mörder und Opfer nicht verstanden hat. Oder die Geschichte, die dieser „Polizeiruf“ aus Brandenburg erzählt hat (der erste mit…

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Zwischen Wallenhorst und Winsen an der Luhe

Ich weiß, wie Josef Joffe sich fühlt. Als Kind hatte ich immer das Bedürfnis, den internationalen Gästen, die bei „Wetten, dass“ auf dem Sofa gesessen hatten, hinterher zu erkären, was da gerade passiert ist und warum man uns Deutsche trotzdem nicht alle für verrückt erklären sollte. Joffe macht sowas beruflich. Vor zwei Wochen erklärte er…

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Nachruf auf Peter Falk

Wir werden nie erfahren, ob der Knautschpolizist Columbo auch eine solche Fernsehlegende geworden wäre, wenn Bing Crosby oder Lee J. Cobb die Rolle gespielt hätten, die angeblich zuerst gefragt wurden. Sicher ist, dass es ein sehr anderer Columbo gewesen wäre und womöglich nicht einmal ein Knautschpolizist. Peter Falk hat diese Rolle nicht nur durch sein…

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Und die Eulen wollen wir auch zurück!

Immerhin scheint die Begeisterung in der Jury nicht ungeteilt gewesen zu sein für die fünfteilige „Bild“-Serie, die mit dem oben gezeigten Aufmacher begann und die heute Abend mit dem Herbert-Quandt-Medienpreis ausgezeichnet wird. Jedenfalls gibt sich Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Berliner „Tagesspiegel“, auf meine Bitte, diese Entscheidung zu erklären, betont wortkarg. Und fügt etwas kryptisch hinzu:…

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