Autor: Stefan Niggemeier

Wikipedia & der verschobene Tod in Venedig

Die Briten haben die viel bessere Wikipedia-Manipulations-Geschichte. Premierminister Gordon Brown erzählte neulich eine Anekdote über den venezianischen Maler Tizian, der seine besten Werke im hohen Alter geschaffen habe und 90 Jahre alt geworden sei. Gestern piesakte ihn daraufhin der konservative Oppositionsführer David Cameron im Unterhaus, der Regierungschef kriege ja wohl wieder mal seine Fakten nicht…

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Kevin Wilhelm Kuranyi

Nächster Versuch in diesem anscheinend groß angelegten Live-Experiment über die Zuverlässigkeit von, hust, professionellen Medien: Reicht es eigentlich, die Homepage eines Fußballclubs zu hacken und draufzuschreiben, dass ein Stürmer fristlos entlassen wurde? Aber ja! Mehr bei Medienrauschen

Er sacht Willem, ich sach Wat?

„Spiegel Online“ hat jetzt eine Erklärung abgegeben, wie es dazu kommen konnte, dass sie den falschen Namen des neuen Wirtschaftsministers aus der Wikipedia abgeschrieben haben, eine Bankrotterklärung. Der anonyme Autor des „Spiegel Online“-Artikels ist hörbar genervt. Er schreibt: Ein Fälscher, der sich inzwischen in einem Blog damit brüstet, hatte in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia den Guttenberg-Eintrag…

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Geht sterben (6)

Wenn Sie bitte einmal kurz diesen BILDblog-Eintrag lesen würden. Die Medien, die da allesamt auf einen Witzbold hereingefallen sind, der den Wikipedia-Eintrag des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in einem kleinen Detail verändert hat, sind übrigens im Zweifelsfall dieselben, die Ihnen morgen wieder erzählen, dass wir deshalb auch in Zukunft nicht auf Zeitungen und etablierte…

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Auf eine „Super-Illu“ an die Vergleichbar

„…bitte vielmals um Verzeihung für die Störung, aber mein Name ist Jochen Wolff, ich arbeite bei einem Verlag, bin damit unverschuldet in Not geraten und versuche nun, mich und meine Kollegen irgendwie über Wasser zu halten. Ich verkaufe die neueste Ausgabe der ‚Super-Illu’…“ Vermutlich dauert es nicht mehr lange, bis sich die Verkäufer von Obdachlosenzeitungen…

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Im Nachrichtenstollen der FR

Die Meldung war Chefredakteur Uwe Vorkötter so wichtig, dass er sich am vergangenen Samstag auf Seite 1 der „Frankfurter Rundschau“ an seine Leser wandte: (…) Es gibt (…) viele starke Argumente für die FR. Auf ein weiteres möchte ich Sie, aus aktuellem Anlass, hinweisen. „Frankfurter Rundschau veröffentlicht Deutschlands meistzitierte Nachricht“ – so lautet die Schlagzeile…

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Lesen und lesen lassen

Das Vorlesen eigener Artikel gehört zu den bislang noch unterschätzten journalistischen Stilformen. Dabei bietet ein schlechter Vortrag eine gute Chance, von argumentativen, logischen und sprachlichen Schwächen des Textes abzulenken. Gunnar Schupelius zeigt, wie es geht. Gunnar Schupelius schreibt für die „B.Z.“ jeden Tag über etwas, das ihn ärgert. Die Straße vor dem Kanzleramt (vgl. „Tagesspiegel“-Artikel…

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„Nur den Künstlernamen“

Manchmal frage ich mich, ob es nicht bessere Zeiten waren, als man wenigstens annehmen durfte, dass die „Welt“ sowas aus ideologisch motivierter Arschlochhaftigkeit geschrieben hätte und nicht womöglich nur aus Ahnungslosigkeit und im Wahn, eine 103-teilige Bilderstrecke auf „Welt Online“ füllen zu müssen. [via Haiko Hebig]

Oder an eines unserer Aufnahmestudios

Dies kommt als Geburtstagsgruß für Eduard Zimmermann natürlich ein paar Tage zu spät, aber die Reproducts-Montage der klassischen Schaltrituale von „Aktenzeichen XY“ ist so schön, dass man sie sich auch ohne Anlass immer wieder gut ansehen kann: Mehr von Reproducts auf YouTube

Und wo bleibt das Positive?

Es ist ja nicht alles schlecht am Online-Auftritt der „Rheinischen Post“. Sebastian Dalkowski hat mir eine Mail geschrieben und mich darauf hingewiesen, dass sich da auch schöne Sachen finden lassen, seine wöchentliche Kolumne „About a Boy“ zum Beispiel. Und was soll ich sagen? Der Mann hat Recht. Für meinen Geschmack klingen die Texte manchmal ein…

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