Autor: Stefan Niggemeier

Der Tom-Kummer-Kasten der HNA

Weil der Bürgermeister von Hofgeismar nicht bereit war, ihre Fragen zum gescheiterten Projekt eines gigantischen Ferienresorts zu beantworten, hatten die Redakteure der „Hessischen/Niedersächsichen Allgemeinen“ (HNA) eine richtig schlechte Idee: Sie dachten sich seine Antworten einfach aus. Sie schrieben: Alle Bemühungen [um ein Gespräch] waren wieder einmal erfolglos. Daraufhin hat sich die Redaktion die Mühe gemacht,…

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Vergessen und vergessen machen

Neulich schrieb ein Mann, der früher an prominenter Stelle für „Bild“ gearbeitet hat, eine Mail an BILDblog. Es ging um einen Eintrag, inzwischen zwei Jahre alt, in dem wir ihm vorwerfen, einen Artikel anderswo abgeschrieben zu haben. Angeblich hatte das Plagiat (oder seine Aufdeckung) Folgen, jedenfalls endete die Zusammenarbeit mit „Bild“ wohl wenig später. Nun…

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Nicht mein Willy

In unserer Reihe „Etablierte Medien beklagen die Fehlerhaftigkeit der Wikipedia“ lesen Sie heute: die „Berliner Zeitung“. Seit Bestehen der Internet-Enzyklopädie gab es immer wieder inhaltliche Fehler oder Auslassungen, die teilweise bewusst eingestreut wurden. Der Medienjournalist Stefan Niggemeier prüfte mittels Wikipedia die Recherchemethoden deutscher Redaktionen, als er Karl-Theodor zu Guttenberg nach dessen Ernennung zum Wirtschaftsminister einen…

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Dschungel-Journalismus aus erster Hand

Immer mittags verschickt RTL in diesen Tagen eine Pressemitteilung, in der (mit einer Sperrfrist bis nach der Sendung) steht, was am vergangenen Tag im Dschungelcamp passiert ist und am späten Abend im Fernsehen gezeigt werden wird. Das ist ein Angebot, das von einem Qualitätsmedium wie welt.de für die eigene, äh, Nachberichterstattung natürlich dankbar angenommen wird.…

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Programmhinweis (35)

Am Mittwoch war ich zu Gast bei Jana Wuttke und Philip Banse im „Medienradio“. Wir haben zwei Stunden lang über alles Mögliche geplaudert, darunter, wenn ich mich recht erinnere, die Kontaktversuche Konstantin Neven DuMonts, die lustige Konstruktion des privaten Rundfunks in Bayern, die Spiegelhaftigkeit des aktuellen „Spiegel“-Titels, die Bedeutung von Facebook für meinen Hund sowie…

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Mick Werup

Nach dem Tod von Robert Enke habe ich hier einen Eintrag über den sogenannten Werther-Effekt geschrieben. Er beginnt mit dem Satz: „Die Medien arbeiten seit einer Woche daran, die Zahl der Selbstmorde in Deutschland in die Höhe zu treiben.“ Es gab dafür vielfältigen Widerspruch. Einige waren der Meinung, es sei unrealistisch anzunehmen, dass Medien anders…

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Super-Symbolfoto (84)

Dieser Fehler hat tatsächlich Symbolwert. Das, was da auf dem iPhone zu sehen ist, ist nämlich nicht die Verlagsseiten-mordende „Tagesschau“-App, sondern die aus irgendwelchen Gründen ungleich ungefährlichere Internetseite tagesschau.de. (Die Meldung von „Spiegel Online“ ist übrigens eine Agenturmeldung von dpa, die über einen Inhalt aus dem gedruckten „Spiegel“ informiert. Bestimmt ist das auf irgendeiner Ebene…

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Florian Stöhr

Wenn es nicht so absurd irreführende Assoziationen von Klasse und Kreativität mit sich brächte, könnte man Florian Stöhr ein Gesamtkunstwerk nennen. Er selbst nennt sich „It-Boy“ beziehungsweise, seit einer Brust-Operation, „It-Girl“. Angeblich ist er Millionenerbe, angeblich ist er zwanzig Jahre alt, angeblich arbeitet er als Model. In den Medien hat sich die Berufsbezeichnung „RTL-Transe“ durchgesetzt.…

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„Meedia“ schweift ab

Gestern mittag erreicht mich ein Hilferuf von Michael T. Bei diesem Artikel des Braanchendienstes „Meedia“, dass eine Serie im Kinderkanal Kika zur „Porno-Parodie mutiert“ sei, habe es ihm die Sprache verschlagen. Ob mir dazu etwas einfiele. Lieber Michael T., ich fürchte, da muss ich passen. Manche Sachen sind selbst mir zu doof. Zum Glück habe…

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